Geldwechsel und Währung
Währung
Die albanische Geldeinheit heißt LEK (internationales Kurszeichen: ALL). Etwa 120 - 130 Lek sind nötig, um den Gegenwert von einem Euro zu erreichen. Den Kurs des Lek konnte die albanische Zentralbank in den letzten Jahren recht stabil halten. Den aktuellen Kurs finden Sie auf deren Internetseite.
Ein Kuriosum und gewöhnungsbedürftig ist die Zählweise der albanischen Bevölkerung nach "alten" Lek ("Lek te vjetra"), noch Jahrzehnte nach der Währungsreform, als dem Lek eine Null gestrichen wurde. Bis heute bestehen die Albaner darauf, weiterhin nach der alten Zählweise - also mit einer Null mehr - zu rechnen. Zwar wird in den Supermärkten von Tirana die Ware nach den offiziellen "neuen" Lek ("Lek te reja") ausgezeichnet, auf dem Wochenmarkt, oder bei mündlichem Handel sollte man besser kurz nachdenken und nachfragen, um Verwechslungen um den Faktor zehn auszuschließen. Das Preisniveau ist in Albanien meist niedriger, und können das Preisgefühl des Mittel- und Westeuropäers leicht täuschen. In der Regel ergibt sich der gemeinte Preis aber schon aus der großen Differenz.
Geldwechsel
Für Bargeld in ausländischer Währung stehen zahlreiche Wechselstuben und Banken zur Verfügung ("kambim valutor"), erstere oft ein wenig günstiger. Die Banken haben geöffnet wochentags von 08:30h bis 14:30h. Euro und Dollar werden immer genommen, auch Einheimische (z.B. im Hotel oder Restaurant) haben oft kein Problem damit, die Fremdwährung korrekt gegen die entsprechende Summe Lek einzutauschen. In den Stadtzentren bestehen auch weiterhin die Wechselpunkte mit den fliegenden Geldhändlern, die den Wechsel - eigenen Erfahrungen nach - durchaus seriös abwickeln, und zu denen es bis vor wenigen Jahren noch keine Alternative gab. Günstiger ist der Straßenhandel aber nicht.
Bankomaten/ Kreditkarten
Inzwischen gibt es in fast allen größeren Städten funktionierende Geldautomaten, um Geld in albanischer Währung vom Konto im Heimatland abzuheben. Verbreitet sind die Prokreditbank oder die Raiffeisenbank, beide sind an das Maestro-System angebunden. Ebenso verbreitet sind Automaten für VISA-Karten. Pro Abhebung und Tag gelten ca. 300 EUR als Obergrenze. Zu Barzahlung sind die Kreditkarten noch unüblich und weitgehend ungeeignet, mit Ausnahmen in Tirana. In allen größeren Städten finden sich auch Western Union Stuben für den Geldtransfer.
